Robert
Koch
Schule
Online

 

1. Die Präambel

 

Die Robert–Koch–Schule besitzt

·        reduzierte Klassengrößen

·        moderne PC- und Internetzugänge

·        koedukativen Sportunterricht in den Klassenstufen  7  und  8

·        keinen Ganztagsbetrieb ( Unterrichtsschluss i.d.R. um 14.30 Uhr bis Klasse 10 )

·        Französisch für Anfänger als 2. Fremdsprache

·        Türkisch für Muttersprachler als 2. Fremdsprache

·        Spanisch für Anfänger als 2. Fremdsprache ab Klasse  7

·        ein spezielles Sprachbildungskonzept für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

·        Darstellendes Spiel ( Theater ) bereits ab Klassenstufe 10 als Wahlpflichtfach

·        Sport und Philosophie als mögliche weitere Prüfungsfächer im Abitur

 

Die Robert–Koch–Schule bietet

·        Klassenfahrten und Exkursionen ins In- und Ausland

·        Theateraufführungen unserer DS-Kurse

·        Kunstprojekte mit außerschulischen Künstlern und Ausstellungen in Berliner Galerien

·        einen Chor für Interessenten aller Jahrgangsstufen ein Bandprojekt im Probenkeller

·        ein Musikprojekt für die achte Jahrgangsstufe in Zusammenarbeit mit der Musikschule

·        einen English-Club

·        internationale Kontakte, z. B.  zu Universitäten in den USA

·        Känguru-Wettbewerb und Experimentiernachmittage

 

Die Robert–Koch–Schule wird unterstützt

·        durch die Sozialarbeiterin Frau Abbas und den Sozialrbeiter Herrn Hussein von Jugendwohnen im Kiez - Jugendhilfe gGmbH, als zusätzliche Ansprechpartner für Schüler_innen und Eltern

·        durch die Humboldt-Universität bei der Vorbereitung auf ein Studium im Netzwerk „ Migranten werden Lehrer“

·        durch den Türkischen Elternverein Berlin-Brandenburg als Kooperationspartner für die Lernförderung im Rahmen des BuT

·        durch die Bayer – Schulförderung und den Fonds der Chemischen Industrie im naturwissenschaftlichen Bereich

·        durch Frau und Herrn Velioglu in unserer neuen Cafeteria

 

 

 

2.Das Leitbild

 

Wir sind ein Gymnasium in Kreuzberg. Ein großer Teil unserer Schülerschaft stammt aus Familien migrantischer Herkunft, ist in seiner großen Mehrheit jedoch in Berlin geboren und strebt das Berliner Abitur an.

 

Wir öffnen uns als Schule unserem Umfeld und richten unsere schulischen Angebote auf deutsche wie auch auf Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftsprache aus. So wollen wir allen unseren Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrem Herkommen und ihrer sozialen Situation optimale Lernerfolge ermöglichen.

 

Dies sind unsere Ziele:

 

·  Unsere Schule ist ein Lebensraum, geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt und Toleranz.

·      Die schulische Arbeit erweitert die fachliche und soziale Bildungsmotivation der Schülerinnen und Schüler. Sie fördert die Entwicklung  ihres Wissensdurstes und ihrer Kreativität, ihrer Leistungsbereitschaft und ihrer Lust an Denkprozessen.

·        Unsere Schule weckt die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und zu gemeinsamer Gestaltung der Gesellschaft mit dem Ziel der Herausbildung weltoffener Persönlichkeitsstrukturen.

 

Eingebunden in das konkrete Umfeld will die Schule das erfolgreiche Zusammenleben und –arbeiten der Schülerschaft besonders fördern durch

 

·        Sachwissen  und  Kompetenzen in allen  abiturrelevanten Fächern zur

     Erlangung der Studierfähigkeit

·  Fremdsprachenunterricht  in Englisch, Französisch  und Spanisch als  wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium

·        Stärkung und Entwicklung der Kompetenz im Deutschen als  zentraler

     Kommunikationssprache

·        Türkischunterricht  zur Pflege der  Herkunftssprache  vieler Schülerin-

     nen und Schüler

·        Persönlichkeitsbildung und Entwicklung  sozialer  Kompetenz mit dem

     Ziel  der  Befähigung  zur  aktiven  Teilnahme  am  kulturellen,  gesell-

     schaftlichen und politischen Leben.

 

Wir praktizieren eine intensive Zusammenarbeit mit den Elternhäusern  in dem Wissen, dass dies für den Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler unerlässlich ist. Kooperationen mit den umliegenden Grund-schulen, dem Türkischen Elternverein und anderen gesellschaftlichen Institutionen unterstützen uns dabei.      

 

    

5. Kooperation mit Grundschulen

 

5.1 Regionale und schulische Voraussetzungen

 

Durch den in den letzten Jahren verstärkt auftretenden Zuzug bildungsnaher Familien mit Kindern im Grundschulalter ist in der Kreuzberger Bevölkerung ein deutlicher demografischer Wandel beobachtbar.

Das bisher in hohem Maße beim Übergang in die Oberschule erfolgende Abwandern von Schülerinnen und Schülern in andere Regionen trug bisher dazu bei, dass dieser Prozess sich bisher recht zeitverzögert in der Schülerschaft der Robert-Koch-Schule widerspiegelt. Dem gegenüber steht der von Eltern zunehmend formulierte Wunsch, ihre Kinder zukünftig an attraktiven Gymnasien innerhalb der Region anmelden zu wollen.

 

5.2 Zielsetzung

 

Die Robert-Koch-Schule möchte sich bewusst der Herausforderung stellen, den aus dem Bevölkerungswandel Kreuzbergs resultierenden Anforderungen gerecht zu werden und leistungsfähigen und leistungsbereiten Schülerinnen und Schülern unabhängig von der Herkunft eine gymnasiale Perspektive innerhalb der Region anzubieten.

Auf der Öffnung unserer Schule gegenüber unserem Schulumfeld liegt dabei unser besonderes Augenmerk.

 

5.3  Erfassung gewünschter Formen der Kooperation

 

Zwischen der Schulleitung der Robert-Koch-Schule sowie den Schulleiterinnen einiger Grundschulen werden Gespräche geführt, um sinnvolle und zielgerichtete Kooperationsformen möglichst vollständig zu erfassen. Genannt wurden hierbei vor allem

·        kindgerechte Information über Schulaktivitäten

·        Hospitationsgelegenheiten für Grundschüler im Unterricht des Gymnasiums

·        Probeunterricht

·        Projektnachmittage für interessierte Schülerinnen und Schüler einzelner Klassen

·        Gesprächsrunden mit Eltern

·        Informationen  der   Lehrerinnen  und  Lehrer  der  Jahrgangskonferenzen  5  und  6  über  Angebote und Anforderungen der Robert-Koch-Schule

·        Informationen  der  Eltern  auf  Klassenelternabenden  und  Schulfesten  der Grundschulen

·        Schulführungen  durch  die   Robert-Koch-Schule  für   Gruppen  interessierter Eltern der Grundschulen

·        fester Ansprechpartner an der Robert-Koch-Schule

 

5.4  Umsetzung der Kooperation

 

Um den Übergang von für den gymnasialen Bildungsgang geeigneten Schülerinnen und Schülern an der Robert-Koch-Schule langfristig vorzubereiten und gleichzeitig die Transparenz unserer Arbeit für die Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer der Grundschülerinnen und Grundschüler zu erhöhen, werden vielfältige Beratungs- , Informations- und Kennenlernangebote organisiert.

Als feste Ansprechpartnerin fungiert eine Lehrkraft der Robert-Koch-Schule (Frau Ogorek) als Grundschulkoordinatorin.

 

Seit dem Schuljahr 2012/13 wurden bisher folgende Maßnahmen zur Anbahnung von Kooperationen durchgeführt:

 

5.4.1 Schriftliche Information über Kennenlernangebote

 

Zur ersten Kontaktaufnahme mit potentiellen Gymnasiasten und deren Elternhäusern wurden alle Kreuzberger Grundschulen mit einem Schreiben über Informations-angebote der Robert-Koch-Schule (Anlage 5.4.1a) sowie Kopien des „Kluge Köpfe kennen Koch“ – Rätsels (Anlage 5.4.1b) versorgt und zur Teilnahme motiviert.

 

5.4.2 Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler

 

·        Experimentiernachmittage

·        Urkundenverleihung und Schulführung für Rätselgewinner

·        Gesprächsrunden über Angebote der Robert-Koch-Schule vor Ort

·        Information über das Robert-Koch-Gymnasium in Klassen der Grundschule

·        „RKO life“ – Hospitationstage

·        Probeunterricht

 

5.4.3 Veranstaltungen für Eltern

 

·        Information über die Robert-Koch-Schule auf Klassenelternabenden und Veranstaltungen zum Übergang an die Oberschule (Podiumsdiskussionen,  Schulbörsen, runde Tische etc.)

·        Schulführungen

·        Hospitationsgelegenheit  für Eltern  von  Grundschülerinnen und  Grundschülern  im Unterricht

 

5.4.4 Veranstaltungen für Klassenleiterinnen und Klassenleiter

 

·        gemeinsame Jahrgangskonferenz 5/6

 

5.5 Tag der offenen Tür

 

Jährlich findet der „Tag der offenen Tür“ als Informationsveranstaltung statt.

Für die Veranstaltung wird auf der Homepage ( Anlage 5.5a ) und per Flyer ( Anlage 5.5b ) an allen Grundschulen geworben.

 

5.6 Perspektiven

 

Durch die bisherigen Tätigkeiten konnten Schülerinnen und Schüler von 19 Kreuzberger Grundschulen sowie deren Eltern angeregt werden, sich mit der Unterrichtstätigkeit und den außerunterrichtlichen Angeboten der Robert-Koch-Schule zu befassen und häufig auch mehrfach an unterschiedlichen Veranstaltungen teilzunehmen.

Der beschrittene Weg der Öffnung gegenüber dem schulischen Umfeld erzeugt positive Resonanz und wird einer der weiteren Schwerpunkte der Arbeit der Robert-Koch-Schule darstellen.

 

6. Schwerpunkte

 

6.1. Die Stundentafel

 

Die Flexibilität bei der Gestaltung der Stundentafel erlaubt es unserer Schule, innerhalb des Rahmens der Verordnung für die Sekundarstufe  I  den Besonder-heiten der Schülerschaft ebenso Rechnung zu tragen wie der Notwendigkeit, die Breite der Allgemeinbildung, die vermittelt werden soll, sicher zu stellen.

Im Rahmen des Sprachbildungskonzeptes wird daher in den Klassenstufen  7  und  8  je eine Stunde Deutsch zusätzlich gegenüber der  in der Stundentafel ausgewie-senen Mindestanzahl von Stunden angeboten. Je eine zusätzliche Stunde in Musik, Geographie und in den Naturwissenschaften verstärken gleichmäßig alle Aufgabenfelder in den verschiedenen Jahrgangsstufen.

Der Unterricht in Musik und in Bildender Kunst in den Klassenstufen 9 und 10 wird epochal erteilt und damit bis zum Ende der Sekundarstufe I im notwendigen Umfang weitergeführt.

 

Das Wahlpflichtfach in den Klassenstufen 9  und  10 wird jeweils dreistündig erteilt. Die Möglichkeit, eine dritte Fremdsprache zu erlernen, ist nach der Einführung von Spanisch als weiterer zweiten Fremdsprache bis 2016 noch offen. Die Gesamt-konferenz wird nach einer entsprechenden Bedarfsanalyse zum gegebenen Zeitpunkt die notwendige Entscheidung treffen.

Grundsätzlich werden für den Wahlpflichtunterricht im jährlichen Wechsel zwei Fächergruppen angeboten.

Die Gruppe 1 besteht aus            Musik, Geschichte, Physik und Biologie,

die Gruppe 2 aus                          Bildender Kunst, Geografie Chemie und Sport.

Der Unterricht findet jahrgangsübergreifend statt, um eine möglichst breite Vielfalt an Wahlmöglichkeiten zu schaffen. Jede Schülerin und jeder Schüler belegt zwei verschiedene Fächer innerhalb dieser beiden Jahrgangsstufen. Auf diese Weise kann der Wahlpflichtunterricht eine sinnvolle und ergänzende Rolle bei der Vorbereitung der Kurswahlen für die gymnasiale Oberstufe spielen, da alle Schülerinnen und Schüler sich in den künftigen Leistungsfächern mit ergänzenden Unterrichtsinhalten schon einmal ausprobieren können.

 

Eine Ausnahme besteht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die am Ende der Klassenstufe acht noch erheblichen Förderbedarf im Bereich der deutschen Sprache aufweisen. Diese werden im Jahrgang neun einem Deutschkurs zugewiesen und wählen nur für die nachfolgende Klassenstufe ein weiteres Fach hinzu.

Eine weitere Besonderheit gilt für das Fach Darstellendes Spiel, was nur für die Klassenstufe zehn gewählt werden kann. Der Unterricht in Klasse zehn ist dann in der Regel die Voraussetzung für die Teilnahme an einem Grundkurs in der gymnasialen Oberstufe.

 

Die Stundentafel hat somit folgende Gestalt:

 

Kl./Fach

De

Mu

Ku

E

F/Tü

Ge/Sok

Geo

Et

7

5

2

2

3

4

2

1

2

8

5

2

2

3

4

2

1

2

9

4

1

1

3

3

2

2

2

10

4

1

1

3

3

2

2

2

 

 

 

 

Kl./Fach

Ma

Ph

Ch

Bi

ITG

Sp

WPF

Summe

7

4

2

1

2

 

3

 

33

8

4

1

2

1

1

3

 

33

9

4

2

2

2

 

3

3

34

10

4

2

2

2

 

3

3

34

 

 

6.2 Unsere Fremdsprachen

 

Das Robert-Koch-Gymnasium bietet Unterricht in den folgenden 4 Fremdsprachen an:

Englisch       -  als   1.  Fremdsprache,  mit  der  der  Grundschulunterricht  fortgesetzt

                        wird,

Französisch -   als 2. Fremdsprache wahlweise beim Eintritt in die 7. Klasse        oder

Spanisch      -   als 2. Fremdsprache wahlweise beim Eintritt in die 7. Klasse        oder

Türkisch       -   als 2. Fremdsprache ebenso wahlweise beim Eintritt in die 7. Klasse,

                         jedoch nicht als Anfangsunterricht

 

Mehrsprachigkeit, d.h. das Erlernen der Muttersprache und von mindestens zwei Fremdsprachen, ist eines der erklärten Ziele der Europäischen Union. Immer mehr Menschen in Europa sprechen mehrere Sprachen, weil sie eine Landessprache und eine Minderheiten- oder eine Migrantensprache sprechen, weil sie in einer zweisprachigen Familie groß geworden sind oder weil sie in einem multilingualen Kontext leben und arbeiten.

 

Im Kurssystem der gymnasialen Oberstufe werden in Englisch und in Türkisch Grund- und Leistungskurse angeboten. Als Leistungskurs kann Englisch mit allen Fächern des schulischen Leistungskursangebots kombiniert werden. In Französisch und in Spanisch können gegenwärtig Grundkurse belegt werden. Alle Sprachen können als Prüfungsfächer gewählt werden.

 

Die englische Sprache eröffnet in unserer zunehmend globalisierten Welt viele Möglichkeiten im privaten und beruflichen Bereich. Englisch ist für 11% der Weltbevölkerung Unterrichts- und Staatssprache. Sie ist die in der Welt am weitesten

verbreitete Sprache. Als wichtigste Weltsprache bildet sie eine Voraussetzung für Aktivitäten in der Freizeit, für Ausbildungswege und für berufliche Chancen. Englisch ist offizielle Konferenzsprache internationaler Organisationen und internationale Fachsprache in Wissenschaft, Handel, Technik. Deutschland unterhält kulturelle, touristische und wirtschaftliche Beziehungen zu den bedeutendsten englischsprachigen Ländern und es gibt schulische Austauschprogramme.

 

Wir sehen Mehrsprachigkeit als wichtige Qualifikation für die berufliche Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler an. Neben den Erwerb sprachlicher Kompetenzen tritt in unserem Unterricht die intensive Auseinandersetzung mit politischen, sozialen und kulturellen Fragen unserer Zeit. Zugleich wollen wir den Weg zu literarischen und

künstlerischen Werken öffnen.

Über den Unterricht hinaus schaffen wir Möglichkeiten, andere Kulturen kennen zu lernen. Dazu dienen Klassenfahrten und Exkursionen ins In- und Ausland, aber auch Begegnungen mit Gästen, die unsere Schule besuchen. In den vergangenen Jahren konnten wir zahlreiche  Wissenschaftler, Schriftsteller, Politiker, Jugendleiter und Schülergruppen aus vielen Ländern bei uns begrüßen. Besonders intensive Kontakte pflegen wir mit der Freien Universität Berlin, mit amerikanischen Universitäten in Zusammenarbeit mit der Fulbright Commission, der Checkpoint Charlie Stiftung und der amerikanischen Botschaft, mit Schulen der nordischen Länder und dem Japanisch - Deutschen Zentrum Berlin. Mit diesen Partnern führen wir immer wieder gemeinsame Projekte, Begegnungen und Diskussionen durch.

 

Französisch ist eine der bedeutendsten internationalen Sprachen, daher wird sie seit

Jahren an unserer Schule als zweite Fremdsprache von der 7. Klasse bis zum Abitur

angeboten.

Neben Frankreich sind Belgien, Luxemburg und die Schweiz teilweise französisch- sprachig. Mehr als 250 Millionen Menschen in Europa, Afrika, Amerika und Ozeanien bedienen sich des Französischen als Amts- oder Verkehrssprache. In Berlin hat es seine besondere Tradition, seit vor 300 Jahren die Hugenotten Aufnahme fanden.

Französisch ist auf fast allen internationalen Zusammenkünften eine der wichtigsten Arbeitssprachen. Frankreich ist einer der größten Handelspartner Deutschlands und eines unserer bevorzugten Reiseländer. Die Möglichkeiten, die Sprache praktisch anzuwenden, haben sich beträchtlich erhöht; es gibt Begegnungen von Vereinen und Jugendgruppen und zahlreiche Schul- und Städtepartnerschaften sowie Austauschprogramme für Schülerinnen und Schüler.

Französisch ist im Anfangsunterricht grammatisch zunächst etwas schwieriger als Englisch, wird aber im allgemeinen von elfjährigen Kindern ohne Schwierigkeiten gelernt. Es kann auch das Erlernen weiterer Fremdsprachen erleichtern. Im Unterricht überwiegt zunächst das Üben der Sprechfähigkeit. Die Schüler lernen Alltagssituationen in Frankreich wie z.B. beim Einkaufen, auf Reisen, auf der Post sprachlich zu bewältigen. Bereits im zweiten Lehrjahr wird die Lehrbucharbeit durch Kurzgeschichten und Anekdoten ergänzt, im dritten und vierten Lehrjahr mit einer Sprachreise nach Paris belohnt.

Gute Ergebnisse für einen differenzierten und anregenden Unterricht in den Jahr-gängen elf und zwölf haben wir durch die Zusammenarbeit mit dem Institut Francais, dem Deutsch-französischen Jugendwerk und durch die Nutzung des Unterrichts-angebots von "France Mobile", das Begegnungen mit Muttersprachlern ermöglicht.

 

Mit Spanisch wird - neben Französisch - eine zweite romanische Sprache als zweite Fremdsprache angeboten. Spanisch ist nicht nur die Sprache eines der größten und wichtigsten Länder der EU, sondern eine Weltsprache, die im Besonderen im größten Teil Lateinamerikas gesprochen wird - auf allen Kontinenten von mehr als 400 Millionen Menschen. Es ist die zweitwichtigste Welthandelssprache und eine der fünf offiziellen Sprachen der Europäischen Union. Somit sind Spanischkenntnisse nicht nur im Urlaub, sondern auch im späteren Berufsleben von großem Vorteil.

Dabei ist Spanisch im Anfangsunterricht relativ leicht zu erlernen, so dass die Schülerinnen und Schüler binnen weniger Jahre in der Lage sind, erfolgreich mit Muttersprachlern zu kommunizieren. Weiterhin bereitet die Rechtschreibung aufgrund weitgehender Entsprechung von Laut- und Schriftbild kaum Probleme. Das Vokabellernen und das Üben von grammatischen Strukturen bleiben den Lernern aber auch bei dieser Sprache nicht erspart. Belohnt werden soll die Mühe mit einer Sprachreise nach Spanien im dritten oder vierten Lernjahr.

 

Türkisch knüpft an die sprachliche und kulturelle Herkunft eines großen Teils unserer Schülerschaft an und hat das Ziel, bereits vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und bei Schülerinnen und Schülern türkischer Herkunft durch eine sicherere Beherrschung der Muttersprache eine bessere Grundlage für den Gebrauch der deutschen Sprache und für das Erlernen von Fremdsprachen zu schaffen. Die türkische Sprache eröffnet aufgrund der vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und der Türkei attraktive Möglichkeiten im privaten und beruflichen Bereich.

Türkisch wird seit über 20 Jahren als zweite Fremdsprache an unserer Schule angeboten. Der jeweils ab der 7. Klasse beginnende Unterricht kann bis zum Abitur fortgesetzt werden; zudem können die Schülerinnen und Schüler bereits in der 10. Klasse in dem Fach eine mündliche Prüfung (Präsentationsprüfung), die Teil der MSA-Prüfung ist, ablegen.

 

Da wir eine Schule der Sprachenvielfalt, der Zwei- und Mehrsprachigkeit sind, möchten wir dieses Potential unserer Schülerinnen und Schüler nutzen, um die Entwicklung ihrer sprachlichen, politischen, historischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen und zu fördern. Aus diesem Grund wird geplant, als längerfristige Perspektive bilinguale Module für die Zukunft zu entwickeln - möglicherweise in Kombination mit Türkisch aber auch mit Englisch.

 

Sprachunterricht bietet die Chance zur Entwicklung sozialer und interkultureller Kompetenz und fördert das Verstehen und die Toleranz. Er trägt damit zur Identitäts-bildung bei. Sprache wird als Mittel der Kommunikation und der menschlichen und intellektuellen Bereicherung erfahren. Wir werden daher unsere Kontakte pflegen und ausbauen und die internationalen Begegnungen inhaltlich vertiefen.

Die Fachbereichsleitung und die Mitglieder der Fachkonferenzen werden dafür weiterhin Impulse geben und das internationale Begegnungsprogramm in seinen persönlichkeitsbildenden und inhaltlichen Komponenten weiterentwickeln. Die Realisierung dieser Ziele und die Ergebnissicherung orientieren sich an den Berliner Rahmenlehrplänen.

 

 

6.3. Spezielle Angebote für die gymnasiale Oberstufe

 

Kontinuität, Vielfalt und Vollständigkeit des Unterrichts in der Kursphase der gymnasialen Oberstufe haben Priorität. Daher sind die Leistungsfächer so auf beide Organisationsschienen verteilt, dass möglichst viele Kurswahlen möglich werden.  Dabei sollen die Frequenzen in der Kursphase für Leistungskurse 19 Schülerinnen und Schüler und für Grundkurse 24 Schülerinnen und Schüler nicht übersteigen.

Das Grundgerüst der Leistungskurse sieht wie folgt aus.

 

Schiene 1

De

E

 

Geo

Ph

Bi

Schiene 2

De

E

Ge

Ma

Ku

 

Für den Fall, dass Schülerwünsche in ihrer Anzahl von Jahr zu Jahr differieren, ist die Einrichtung zusätzlicher Kurse auf beiden Schienen möglich. Das Fach Politikwissenschaft wird nur im Grundkurs unterrichtet.

 

Im Bereich der Grundkurse werden grundsätzlich alle Fächer angeboten. Schülerinnen und Schüler, die das Fach Informatik belegen wollen, können das in  Kooperation mit der benachbarten Hermann – Hesse – Schule tun. Durch diese Kooperation wird es beiden Schulen möglich, durch eine tragfähige Kursfrequenzen dieses Fach anzubieten. Dies gilt ebenso für die Theoriekurse im Fach Sport für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Sport als viertes Prüfungsfach im Abitur belegen wollen.

 

6.3.1 Philosophie

 

Das Fach Philosophie erfreut sich an der Schule großer Beliebtheit und wird von so vielen Schülerinnen und Schüler gewählt wie nur noch an sehr wenigen anderen Schulen. Einer seiner Vorzüge ist die große Offenheit sowohl gegenüber Alltagsfragen und Alltagserfahrungen der Schüler, die dort in einer grundsätzlichen Weise reflektiert werden können, als auch gegenüber den verschiedensten Materialien (Bilder, Songtexte, Filme, Geschichten), von denen das gemeinsame Nachdenken ausgehen kann, so dass es auf eine sehr schülerzugewandte Art arbeiten kann. Gleichzeitig gehört die Auseinandersetzung mit sehr anspruchsvollen Texten zum Fach, bei der die Fähigkeit, abstraktere Gedankengänge zu bilden und in ihrer Struktur zu durchschauen, ausgebildet wird. Dies beinhaltet eine besonders für die Schülerschaft wichtige Förderung der Sprachkompetenz.

Angesichts der Herausforderung mit und zwischen verschiedenen Kulturen zu leben, vor der jede Kreuzberger Schülerschaft steht, kann das Fach Philosophie außerdem durch ein tiefergehendes, strukturelles Verständnis von Weltanschauungen und Wertsetzungen helfen, eine flexible, tolerante und vor allem reflektierte Identität und Wertorientierung auszubilden.

 

 

6.3.2 Die heutige Gesellschaft in Bild und Gedanke

 

Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es einen zusätzlichen Seminarkurs namens „Die heutige Gesellschaft in Bild und Gedanke“ an der Schule, der die Fächer Bildende Kunst und Philosophie verbindet. In diesem Kurs soll eine selbständige und vernetzte, analytisches Denken und kreatives Gestalten miteinander verbindende Auseinandersetzung mit dem Leben in unserer Gesellschaft befördert werden. Auch wird ein projekt- und präsentationsorientiertes Arbeiten intensiviert geübt, das u.a. auf die 5. Prüfungskomponente im Abitur vorbereitet.

 

6.3.3. Darstellendes Spiel

 

Theater entfaltet sich in der Dialektik von Spielen und Zuschauen, darin liegt die Lebendigkeit von Theater als Kunstform begründet.

 

Texte lernen

Handlungsräume öffnen

Erleben von Beifall

Aufführungen

Theaterbesuche

Entwicklung in der Gruppe

Rollen spielen

 

Am Robert-Koch-Gymnasium hat  das Fach Darstellendes Spiel schon eine lange Tradition. Es werden eine AG für die Sek. I, ein Kurs im Rahmen des Wahlpflicht-Unterrichts der 10. Klassen und Grundkurse in der Oberstufe ( Jahrgang 11,12 ) angeboten.

Die Schüler lernen mit ihrem Körper und ihrer Stimme zu spielen. Sie trainieren den Umgang mit Raum, Zeit und Rhythmus und arbeiten mit der Improvisation als wichtige Technik zum Entwickeln von Szenen. Konditionssteigerung und körperliche Vorbereitung auf die darstellerische Arbeit sind ebenfalls zentrale Elemente des Faches. Es wird Verantwortung für die Gruppe und für das Gelingen der gemeinsamen Arbeit übernommen. Das Selbstbewusstsein, die Kritikfähigkeit und die Zuverlässigkeit der Schüler werden gestärkt. Im Unterricht erfahren sie viel zur Geschichte des Theaters, zu Theatertheorien und bekannten Theaterregisseuren. Eine Besonderheit bei der Bewertung der Leistungen sind die spielpraktischen Klausuren, die unseren kreativen Schülern entgegen kommen.

Wichtig ist, dass viel Lust mitgebracht wird, Neues und Ungewöhnliches zu probieren.

Endprodukte dieser Arbeit sind kurze, episodenhafte Szenenfolgen oder ganze Theaterstücke, die selbst entwickelt oder adaptiert wurden und in der Schulaula aufgeführt werden. Die Schüler sind hierbei nicht nur die Schauspieler, sondern arbeiten auch in den Bereichen Dramaturgie, Regie, Bühnenbild und Technik.

Seit  Beginn des  Schuljahres  2012/2013  ist  das  Robert – Koch – Gymnasium  am „ TUSCH-Projekt“ beteiligt. TUSCH bedeutet „Theater und Schule“. Wir haben das Glück einer dreijährigen Kooperations-Partnerschaft mit dem Theater „Ballhaus Naunynstraße“, welches sich im Kiez der Kreuzberger Schüler befindet. Theaterbesuche, Workshops und Einblicke in den Alltag der Schauspieler und Dramaturgen bietet diese Zusammenarbeit. Im Rahmen des TUSCH-Festivals werden die Theaterstücke im Podewil in Berlin-Mitte, im Ballhaus und in der Schulaula aufgeführt.

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