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DDR-Zeitzeugin im Gespräch

Frau Anne Hahn im Dialog mit der 10b

DDR-Zeitzeugin im Gespräch mit Schüler und Schülerinnen der Klasse 10b

am Freitag, den 7. April 2017

 

Alles nur Geschichte(n)? – Leben im doppelten Deutschland“

Seminar und Zeitzeugengespräch für Jugendliche und junge Erwachsene

(Deutsche Gesellschaft e. V., gefördert von der Friede-Springer-Stiftung)

 

Seminarleiter und Moderator: Herr Dehmel

 

Zeitzeugin: Anne Hahn (biografischer Notiz)

 

Frau Hahn war zur Zeit des Mauerfalls erst 23 Jahre alt . Nach dem Verlust eines Studienplatzes für Kulturwissenschaften wegen ihres Engagement für die Punks ihrer Heimatstadt und anhaltenden Erpressungsversuchen zur Mitarbeit mit dem MfS unternahm Anne Hahn im Mai 1989 einen Fluchtversuch aus der aserbaidschanischen Republik in Richtung Iran. Von dort aus wollte sie in die Türkei und schließlich nach West-Berlin gelangen. Ihre Festnahme und Rückführung erfolgte durch die sowjetischen Grenztruppen. Nach einer sechsmonatigen Haft und der Entlassung durch Amnestie Ende November 1989 studierte sie in Berlin unter anderem Kunstgeschichte und verarbeitete ihre Erlebnisse im Roman „Dreizehn Sommer“, der 2005 erschien. In den Folgejahren veröffentlichte sie mehrere Sachbücher gemeinsam mit Frank Willmann, die sich der Aufarbeitung von subkulturellen Strömungen in der DDR widmen, wie „Stadionpartisanen“ (Fans und Hooligans in der DDR, Berlin 2007), eine Biografie über den Punk-Musiker Dieter „Otze“ Ehrlich („Satan, kannst du mir nochmal verzeihen“, Mainz 2008) und erarbeitete eine Ausstellung und ein Sachbuch zu einer spektakulären Kunstaktion an der Berliner Mauer, die mit der Festnahme eines der Akteure endete („Der weiße Strich“, Berlin/Bautzen 2011).

 

 

Feed-Back der Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Klasse 10b:

 

Zum Seminar:

 

Mit hat die Mediendarstellung sehr gefallen, da von Fotos bis zu kleinen Videos alles dabei war. Herr Demels Vortrag war sehr informationsreich und schön gestaltet. Man konnte ihm gut zuhören […]“. (S.A)

 

Am spannendsten fand ich an der Präsentation von Herr Demel den Aufbau der Mauer.“ (G.B.)

 

Zwar hatten wir vieles im Unterricht schon behandelt, doch zum Thema ‚deutsch-deutsche Geschichte‘ war der Vortrag mit den Bildern sehr anschaulich und gut“ (A.A.)

 

Zum Gespräch mit der Zeitzeugin:

 

Das Zeitzeugengespräch mit Frau Hahn war wie eine Reise in die Vergangenheit Deutschlands. Sie erzählte eine abenteuerliche Lebensgeschichte [im Hinblick auf] Fluchtaktionen, Jugendkrisen, Familienstreitereien, Liebe […], Gefängnis und psychisch labilen Menschen.“ (Z.A.)

 

[Frau Hahn] hat uns ihr Leben erzählt und die Konsequenzen [dargestellt], wenn man ein sogenannter ‚Staatsfeind’ ist.“ (C.C.)

 

Ich fand es sehr mutig von [Frau Hahn], dass ihre schlechten/schwierigen Zeiten mit uns geteilt hat.“ (A.A.)

 

Am meisten hat mir die Erzählweise [von Frau Hahn] gefallen, man hatte das Gefühl, das man […] viele Dinge miterlebt […]“ (G.B.)

 

[I]ch habe mich für einen Moment in ihre Lage versetzt und habe gemerkt, wie glücklich ich eigentlich sein sollte, mit den Möglichkeiten, die vom Staat angeboten werden.“ (F.B.)

 

Gesamtveranstaltung:

 

Wir konnten uns alles besser nach dem Workshop vorstellen. […] Ich empfehle [die Veranstaltung] weiter.“ (N.K.)

 

 

Ich würde den Workshop weiterempfehlen, weil es für die Schüler auch eine andere Form von Unterricht ist und somit auch sehr spannend.“ (S.B.)

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